About Lamain Voyage 1
Wir halten sie im Gleichgewicht, als wir aus dem Liang Bajo-Strom herauslaufen – 39 Meter maßgeschneiderte Phinisi-Rumpfform, zwei 480-PS-Dieselmotoren, die genau richtig summen, während wir uns in die Strömung lehnen. Die Crew kennt diese Route: hart westlich an Bidadari Island vorbei, dann eine leichte Kursänderung, um den Wirbel hinter Sebayur am Nachmittag zu erwischen. Die Lamain Voyage 1 wurde für diese Gezeiten gebaut. Sie ist nicht auffällig, aber sie gleitet sauber durchs Seegang, und das zählt, wenn man eine Sonnenuntergangslandung in der nördlichen Bucht von Kelor plant. Unsere Gäste spüren es – die Stabilität, die Ruhe zwischen den Wellen.
Vier Kabinen, maximal 16 Gäste. Die Paris Room liegt achtern, volle Breite, mit eigenem Zugang zum Deck – dort platzieren wir meist den Tauchprofi oder ein Paar, das mehr Privatsphäre wünscht. Osaka und Athena sind spiegelgleiche Zwillinge im Bug, mit eigenem Bad, großen Bullaugen, die bei gutem Wind offen bleiben können. Praha und Venica teilen sich eine Trennwand, aber keinen Schall – die Dämmung ist dicht – und Bern liegt tief, bleibt selbst mittags kühl. Alle Kabinen sind leise, mit individueller Klimaanlage, echten Leselampen, massiven Teakhandläufen. Kein Teppich; Teakdielen mit rutschfester Lasur – sicherer bei Nässe.
Tag eins: Einschiffung ab 13:00 in Labuan Bajo. Um 15:30 ankern wir im Windschatten von Menjerite. Schnorchelausrüstung ab 16:00 auf Deck – weiche Korallengärten in drei Metern Tiefe, Clownfische in Anemonen direkt vom Badeplateau aus. Abendessen ist gegrillter Bonito mit Sambal Matah, serviert unter dem Mastsegel. Keine lauten Aggregate; wir fahren bis 22:00 auf Lithium-Batterien.
Tag zwei beginnt um 05:30. Beiboot ins Wasser um 06:00, Ziel: der südliche Pfad auf Padar. Wanderung vor Tagesanbruch – man will diese Kammhöhe mit der Bucht im Schatten dahinter erleben. Rückkehr an Bord um 08:30, dann direkt weiter nach Komodo Village zur Drachenwanderung. Die Ranger erwarten uns pünktlich um 10:00. Wir planen so, dass die großen Männchen zwischen Schattenplätzen unterwegs sind. Mittags erreichen wir den Pink Beach – ja, der Sand ist tatsächlich gefärbt, von Foraminiferen, nicht von Algen. Mittagessen unter den Casuarinabäumen, danach Drift-Schnorcheln vor der Küste. Die Strömung ist um 13:30 meist abgeflaut.
Manta Point um 15:00. Wir ankern westlich der Reinigungsstation und treiben mit der Strömung. Mantas sind nicht garantiert, doch die Reinigungssteine sind stets belebt – Jacks, Nasenstirn-Lippfische, manchmal ein Wobbegong. Kalong Island bei Dämmerung. Kein Landgang, nur das Geräusch von 500.000 Fledermäusen, die aus den Mangroven strömen. Auf dem Vorschiff servieren wir heißen Ingwertee.
Letzter Tag: Taka Makassar um 07:30. Weißer Sandstreifen, Wasser 12 Grad in flachen Zonen. Kanawa’s vulkanische Flanke um 10:00 – Korallenwände, Nacktschnecken in den Spalten. Verpacken um 12:00, Ankunft am Kai von Labuan Bajo gegen 14:00. Kein Stress – bei ungünstigem Tidepegel warten wir ab.










