About Bombana 2
Ich erinnere mich an den Geruch von heißem Kaffee und frischem Holz auf dem Oberdeck am ersten Morgen, kurz nach Sonnenaufgang. Wir hatten die Nacht zuvor vor Padar vor Anker gelegen, und von oben sahen die geschwungenen Kämme der Insel aus, als wären sie vom Wind und der Zeit geformt, nicht von der Geologie. Die Luft war kühl, gerade genug, um die Fleece-Decke um meine Schultern zu schätzen. Unten bereitete die Crew bereits das Frühstück vor – Obstplatten, weiche Eier, Toast mit lokalem Honig. Kein Stress. Das war der Rhythmus: gelassen, aber niemals untätig.
Am Vortag waren wir am späten Nachmittag in Labuan Bajo an Bord der Bombana 2 gegangen. Der 60 Meter lange Rumpf lag tief und solide im Wasser, die beiden Masten ragten wie Wächter empor. Nach dem Willkommensgetränk – Limette, Zitronengras und etwas Sprudelndes, dessen Namen ich nicht kannte – warfen wir in der Nähe von Kelor den Anker. Eine kurze Fahrt mit dem Beiboot brachte uns zum Strand, wo wir den Hügel für den Sonnenuntergang erklommen. Die Aussicht raubte mir den Atem: fünf Inseln fächerten sich in alle Richtungen aus, das Meer wechselte von Türkis zu tiefem Indigo. Zurück an Bord wurde das Abendessen unter Lichterketten serviert – gegrillter Mahi-Mahi, Sambal und gebratenes Kangkung. Der Tisch war lang, und wir saßen alle zusammen, tauschten Geschichten aus.
Der zweite Tag begann vor der Dämmerung. Um 5:45 Uhr standen wir oben an Deck, in Jacken gehüllt, während das Boot sich Padar näherte. Der Aufstieg war steiler, als er aussah, doch der Sonnenaufgang machte jeden Schritt wert – goldenes Licht flutete in die Buchten, eine nach der anderen. Gegen Vormittag schnorchelten wir vor der Küste von Komodo Island, dann wanderten wir durch die Savanne mit einem Ranger. Die Drachen aus der Nähe zu sehen, war surreal – ihre Schwänze schleiften, die Kiefer leicht geöffnet, die Augen wie polierte Steine. Den Nachmittag verbrachten wir am Pink Beach, wo der Sand tatsächlich von zermahlenem Korallenrot durchzogen ist. Dann Manta Point: Ich schwebte fast zwanzig Minuten über ihnen, beobachtete, wie sich ihre Flügel durch das Wasser bewegten.
Am letzten Tag besuchten wir Taka Makassar – eine Sandbank, die bei Ebbe wie eine Fata Morgana auftaucht. Wir liefen die gesamte Länge entlang, machten Fotos, dann schwammen wir nach Kanawa, wo die Korallenriffe steil ins Blau abfallen. Die Crew hatte die Heckplattform mit Leitern und Schwimmhilfen ausgestattet. Einige von uns schnorchelten, bis uns die Lippen taub wurden. Als wir schließlich zurück nach Labuan Bajo fuhren, war die Stimmung ruhig. Nicht müde, sondern erfüllt. Wir hatten fünf Inseln, drei Arten Haie und mehr Sterne gesehen, als ich für möglich gehalten hätte. Das Boot meisterte die Überfahrt souverän – kein Schaukeln, nur ein gleichmäßiges Summen aus dem Bauch des Schiffes.
Die Bombana 2 ist nicht aufdringlich. Die Kabinen sind sauber, die Holzarbeit ehrlich, der Service aufmerksam, ohne zu bedrängen. Was sie gut macht, ist Platz: weite Decks, eine Lounge oben im Schatten des Segeltuchs, einen Esstisch, an dem man sich nie eingeengt fühlt. Ich teilte mir eine Kabine mit meinem Partner – eng, aber das Bett war fest, die Klimaanlage stark, und das Bullauge ließ Meeresluft herein. Wir trugen die meiste Zeit keine Schuhe. Das fühlte sich richtig an.










