About Behike
Wir halten sie stabil beim flachen Anlauf auf Sebayur im Morgengrauen – gerade genug Tiefgang, und die Crew kennt jeden Felsen. Die Behike ist mit 15 Metern nicht das längste Schiff hier, doch sie ist richtig gebaut: breit in der Breite, ausbalanciert für das Wellengang zwischen Komodo und Rinca. Diese Stabilität zählt, wenn man müde und staubbedeckt von der Begegnung mit dem Komodo-Dragon zurückkehrt und trocken und sicher an Bord steigen möchte. Wir hetzen nicht. Wir gleiten bei Dämmerung in Ankerbuchten wie Kalong, wo der Himmel sich mit Flughunden füllt und das Schiff ruhig liegt – ohne Pendeln, ohne Driften.
Unsere Gäste übernachten in einer von vier Kabinen: zwei Master-Kabinen mit eigenem Balkon und zwei Deluxe-Konfigurationen unter Deck. Jede verfügt über individuell regulierbare Klimaanlage, solide Teakholzverarbeitung und ein eigenes Bad mit echtem Wasserdruck – keine Eimerduschen an Bord. Die Master Panoramic Balcony blickt westwärts, sodass Sie morgens den Sonnenaufgang über den Gipfeln von Padar genießen und das Licht über die Hügel von Ihrer Liege aus beobachten können. Zwischendeckige Geräuschdämmung sorgt für Ruhe – ein erholsamer Schlaf vor dem Tauchgang bei Manta Point ist nicht verhandelbar.
Bei einer Standardreise über drei Tage holen wir Gäste mittags in Labuan Bajo ab. Erster Halt: Menjerite – eine kleine Insel mit weißem Sandstreifen, hervorragend zum Schnorcheln direkt am Strand. Wir planen den Zeitpunkt für den späten Nachmittag, wenn das Licht flach und golden ist – perfekt für Fotos. Nach dem Abendessen wechseln wir bei Mondschein den Ankerplatz nach Kelor. Tag zwei beginnt früh: Padar bei Sonnenaufgang, Wanderung über Serpentinen zum Gipfel, dann weiter zur Komodo-Insel für die rangergeführte Begegnung mit dem Komodo-Dragon. Mittagessen an Bord, dann geht’s direkt zum Pink Beach – eine halbe Stunde Fahrt, doch wir nehmen uns Zeit im Kanal, um hohen Seegang zu vermeiden. Nach dem Lunch treiben wir bei Manta Point, lassen die Strömung die Mantas heranführen. Keine Motoren. Nur Flossen und Stille.
Tag drei: Taka Makassar – ein flacher Sandbank, das Wasser wie Glas. Wir landen mit dem Beiboot und stellen Schatten auf. Kinder plantschen, Erwachsene schweben. Danach Kanawa, wo das Korallenriff direkt unter der Oberfläche beginnt und steil abfällt. Schnorchler bleiben so lange draußen, bis ihre Finger schrumpelig sind. Gegen 17 Uhr kehren wir nach Labuan Bajo zurück, vollgetankt und gereinigt. Die Crew prüft jede Leine und Luke vor dem Andocken. Routine – doch genau das hält die Behike bereit für die nächste Gruppe.
Wir fahren nicht nach Raja Ampat – dieses Schiff ist für Komodo gebaut. Strömungen, Ankerplätze, Wendemanöver – alles auf den Rhythmus des Parks abgestimmt. Wir haben Touren durch die Sape Strait in der Monsunzeit absolviert, und die Behike hielt Kurs, während andere umkehrten. Kein Angeben. Nur Kenntnis von Rumpf, Motor und Crew. Zwei 315-PS-Mitsubishi-Dieselmotoren – ausreichend Kraft für 15 Meter, und sie laufen ruhig im Leerlauf. Kein Rauch, kein Ruckeln. Wenn bei Loh Liang Wind gegen Tide steht, kämpfen wir nicht dagegen. Wir warten – und fahren dann.










