About Dream Ocean
Bei Tagesanbruch halten wir die Nase in die Strömung vor Manta Point – gerade genug Drift, damit die Gäste ins Wasser gleiten und zusehen können, wie die Riffhaie unter der Dream Ocean ihre Runden drehen. Mit 14 Metern ist die Dream Ocean nicht fürs Rampenlicht gebaut, sondern dafür, dort zu liegen, wo es zählt. Deshalb ankern wir früh am südlichen Rand von Batu Bolong, damit die Gezeiten die Mantas nah heranführen. Der Ein-Kabinen-Grundriss bedeutet, dass wir keine Gäste stapeln – jeder bekommt Platz an Deck, wenn wir zur Mittagspause am östlichen Strand von Kanawa festmachen.
Das Boot wurde 2020 neu getakelt, um mit dem rauen Seegang in Komodo klarzukommen, und die beiden 150-PS-Dieselmotoren bringen uns ohne Schlingern durch die Sape Strait. Wir hetzen das Programm nicht durch – stattdessen planen wir die Abfahrt so, dass wir die mittägliche Dünung bei Taka Makassar vermeiden. Der Sandstreifen taucht bei Ebbe auf, und wir haben schon Gäste fast 50 Meter bis zur Spitze waten sehen – aber nur, nachdem wir die Seekarte geprüft und die Tiefe bestätigt hatten. Schlägt der Wind um, weichen wir auf die Lee-Seite von Sebayur aus, wo die Korallenwände ruhig bleiben.
Unsere dreiköpfige Crew kennt jeden Ankerplatz zwischen Rinca und Komodo Island. Am zweiten Tag wecken wir vor Sonnenaufgang, Motor aus, gleiten entlang der Nordflanke von Padar. Die Wanderung beginnt um 06:30 Uhr, genau so getimed, dass die Gäste den Gipfel erreichen, während die Sonne über Loh Liang den Horizont freigibt. Gegen späten Vormittag sind wir wieder unterwegs – diesmal zu Pink Beach, wo das zermahlene Korallenriff dem Sand seine Farbe verleiht. Wir setzen den Beiboot an der Ostseite ab, fernab der Tagesausflügler, die erst nach 11 Uhr eintreffen.
Die Schnorchelausrüstung steht auf der Heckplattform bereit, für spontane Stopps. Schon mehrfach sind wir spontan bei Manta Point liegen geblieben, wenn die Späher über Funk eine Gruppe von sechs oder mehr gemeldet haben. Die Einstiegsleiter bleibt unten, bis der letzte Gast wieder an Bord ist. Zurück am Boot gibt es schattige Sitzplätze unter dem Segeltuchdach und frische Handtücher im Spülbecken.
Das Abendessen wird um 18:30 Uhr serviert, meist kurz nachdem wir in der Mangrovenlinie von Kalong festgemacht haben. Die Crew zündet den Gasherd früh an – Snapper in Curry, gebratenes Bok Choy, Reis in Bananenblätter gewickelt. Wir essen unter dem Vordach, während oben die Fruchtfledermäuse aufbrechen. Kein Generatorlärm. Keine grellen Lichter. Nur die Ankerkette, die sich in den Schlick legt.
Am dritten Tag kehren wir gegen Mittag nach Labuan Bajo zurück und legen am PIER 3 in der Nähe der Flughafenstraße an. Wenn die Flüge es zulassen, machen wir noch einen Abstecher zur Bidadari Island für ein letztes Bad. Am Nachmittag wird das Boot betankt und mit Eis versorgt, bis 15:00 Uhr wieder startklar für die nächste Gruppe.










